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	<title>Elisabethstraße 30 &#8211; Weiße Koffer der Erinnerung in Schwabing</title>
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	<description>Projekt zur Erinnerung an jüdische Nachbarn, die zur Zeit der NS-Diktatur der in Schwabing lebten und vor aller Augen vertrieben und ermordet wurden. </description>
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		<title>Warmbold, Babette</title>
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		<pubDate>Thu, 29 May 2025 12:46:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Elisabethstraße 30]]></category>
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					<description><![CDATA[Elisabethstraße 30]]></description>
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<p>Babette (Barbara) Wambold<br />
Stütze und Pflegerin, geboren am 06.07.1874 in Pappenheim, Kr. Weißenburg, ledig, deportiert am 20.11.1941 aus München nach Kaunas, ermordet am 25.11.1941 in Kaunas (05. Kislev 5702).<br />
Eltern<br />
Hermann Wambold, Handelsmann in Pappenheim, zuletzt Privatier in München, Karoline Wambold, geb. Lang<br />
Adressen in München<br />
Zugezogen am 01.01.1890<br />
•	Theklastraße 1 (seit 27.03.1914)<br />
•	Elisabethstraße 30 (seit 28.07.1939)<br />
•	Klenzestraße 4 (seit 16.09.1941)<br />
Weitere Informationen<br />
Babette Wambold war als Pflegerin tätig und lebte ab September 1941 im Altenheim der Israelitischen Kultusgemeinde in der Klenzestraße 4. Von dort wurde sie nach Kaunas deportiert und dort ermordet.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
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		<title>Wassermann, Paul Franz</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 May 2025 12:46:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Elisabethstraße 30]]></category>
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					<description><![CDATA[Elisabethstraße 30]]></description>
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<p>Dr. phil. Paul Franz Wassermann<br />
Handelsrichter, Chemiker, Betriebsführer, geboren am 03.03.1887 in München, ledig, deportiert am 20.11.1941 aus München nach Kaunas, ermordet am 25.11.1941 in Kaunas (05. Kislev 5702).<br />
Eltern<br />
Franz Wassermann, Kommerzienrat und Fabrikant in München, Amalie Wassermann, geb. Fechheimer, Fabrikteilhaberin<br />
Geschwister<br />
•	Ernst, geboren 27.07.1882 München, gestorben 21.12.1888 München<br />
•	Prof. Dr. med. Friedrich Wassermann, geboren 13.08.1884 München, gestorben 16.06.1969 Downers Grove, Illinois<br />
•	Ida Schneidhuber, Witwe des SA-Obergruppenführers und Polizeipräsidenten August Schneidhuber, geboren 07.06.1892 München, Theresienstadt-Überlebende<br />
Adressen in München<br />
•	Fraunhoferstraße 16, bei den Eltern (seit 03.03.1887)<br />
•	Fraunhoferstraße 30, bei der Mutter<br />
•	Elisabethstraße 30, bei der Mutter (seit 11.02.1937)<br />
Weitere Informationen<br />
Paul Franz Wassermann kam am 3. März 1887 als Sohn des Kommerzienrats und Fabrikanten Franz Wassermann und seiner Frau Amalie, geborene Fechheimer, in München zur Welt. Er wuchs mit seinen Geschwistern Ernst, Friedrich und Ida in der Fraunhoferstraße 16 (später 30) auf. Nach dem Abitur am Luitpoldgymnasium studierte er in München Chemie, Physik und Botanik und promovierte 1910. Seine Dissertation schloss er im Wintersemester 1909/10 an der Ludwigs-Universität Gießen. 1914 übernahm er nach dem Tod seines Vaters mit 27 Jahren die Leitung des Familienbetriebs, der Millykerzen- und Seifenfabrik in der Fraunhoferstraße 18, zusammen mit seiner Mutter und mit Emil Groß.<br />
1916 konvertierte Paul Wassermann vom Judentum zum Katholizismus. Deutschnational und monarchistisch eingestellt, trat er 1920 der bayerischen Schützenbrigade 21 bei, die aus dem Freikorps Epp hervorgegangen war. Bereits als Student engagierte sich Paul Wassermann für die Volksbildung. Von 1915 bis 1923 war er Vorsitzender des Vereins Studentische Arbeiter-Fortbildungskurse. Besonders verdient machte er sich um die Errichtung des 1924 im südlichen Isartorturm eröffneten Volksheims der Volkshochschule München, für das er einen Teil der Baukosten übernahm. Sein Neffe Franz Wassermann erzählt über seinen Onkel: „Paul war ein bequemer Mann, im Grunde ein Stubenhocker. Er war immer guter Laune.“ …. Er gehörte einem Fliegerklub an und nahm an dessen monatlichen Treffen teil …“. Der Bayerische Aero-Club widmete ihm im November 1935 ein eigens graviertes Bierseidl, das sich noch heute im Familienbesitz befindet.<br />
Mit Beginn der NS-Herrschaft änderte sich Paul Wassermanns Leben binnen kurzem: Sein Unternehmen galt nun als jüdisch und verlor deswegen Aufträge, unter anderem vom Städtischen Krankenhaus München-Schwabing. 1937 zwangen die Nationalsozialisten Paul Wassermann, seine Schwester und seine Mutter von der Fraunhoferstraße in die Elisabethstraße 30 zu ziehen. Im Sommer 1938 musste er sein Unternehmen zwangsweise verkaufen. Während der „Kristallnacht“ am 9./10. November 1938 entging Paul Wassermann der Verschleppung in ein Konzentrationslager, weil er mit Hilfe seines Freundes Willy Roth auf das Land geflohen war. Zurück in München versuchte er verzweifelt, Deutschland zu verlassen – vergeblich. Am 20. November 1941 deportierte ihn die Gestapo zusammen mit rund 1.000 weiteren Jüdinnen und Juden nach Kaunas. Fünf Tage später erschoss die SS alle Verschleppten.<br />
Seinem Bruder Dr. Friedrich Wassermann war die Emigration in die USA gelungen, er starb 1969 in Downers Grove, Illinois. Seine Mutter und seine Schwester Ida wurden am 25. Juni 1942 in das Ghetto Theresienstadt deportiert. Sie überlebten und kehrten am 7. September 1945 wieder nach München zurück. Ida Schneidhubers Töchter überlebten ebenfalls und wohnten später in den USA bzw. München.<br />
(Text Dr. Bernhard Schoßig, Redaktion C. Fritsche)</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Gerstle, Siegfried</title>
		<link>https://weissekoffer.de/elisabethstrasse-30/gerstle-siegfried/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 May 2025 12:46:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Elisabethstraße 30]]></category>
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					<description><![CDATA[Elisabethstraße 30]]></description>
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<p>Kaufmann, geboren am 24.05.1864 in Steppach, Kr. Augsburg, ledig, gestorben am 05.01.1939 in München (14. tevet 5699).<br />
Eltern<br />
Abraham Gerstle, Kaufmann, Amalie Gerstle, geb. Micheln<br />
Adressen in München<br />
Zugezogen am 01.01.1894<br />
•	Bürkleinstraße 21 (seit 15.12.1927)<br />
•	Viktor-Scheffel-Straße 18, (seit 01.02.1930)<br />
•	Viktor-Scheffel-Straße 18, (seit 01.09.1930)<br />
•	Viktor-Scheffel-Straße 18, (seit 01.11.1931)<br />
•	Schubertstraße 4, (seit 17.08.1932)<br />
•	Elisabethstraße 30, (seit 22.03.1937)<br />
Weitere Informationen<br />
Siegfried Gerstle war Teilhaber der Fa. Gerson Gerstle, eine Warenagentur der Textilbranche in der Schützenstraße 1a. Er starb im israelitischen Krankenheim.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<item>
		<title>Gutmann, Emanuel</title>
		<link>https://weissekoffer.de/elisabethstrasse-30/gutmann-emanuel/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 May 2025 12:46:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Elisabethstraße 30]]></category>
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					<description><![CDATA[Elisabethstraße 30]]></description>
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<p>Kaufhausbesitzer, geboren am 29.12.1873 in Gemmingen (bei Eppingen), verheiratet, deportiert am 23.06.1942 aus München nach Theresienstadt, ermordet am 24.10.1943 in Theresienstadt (25. Tishri 5704).<br />
Eltern<br />
Adolf Gutmann, Handelsmann, Babette Gutmann, geb. Sontheimer<br />
Ehepartner<br />
•	Heirat am 19.11.1901 in Heilbronn mit Sophie Gutmann, geb. Marx, geboren am 16.05.1878 in Heilbronn, gestorben am 11.10.1944 in Theresienstadt.<br />
Adressen in München<br />
Zugezogen am 01.01.1893<br />
•	Südliche Auffahrtsallee 11, eigene Wohnung (seit 16.11.1927)<br />
•	Tengstraße 25, eigene Wohnung (seit 12.08.1931)<br />
•	Elisabethstraße 30, eigene Wohnung (seit 31.03.1936)<br />
•	Kaulbachstraße 65 (seit 17.09.1941), Altenheim der Israelitischen Kultusgemeinde<br />
•	Knorrstraße 148 (seit 16.03.1942), Barackenlager Milbertshofen<br />
Weitere Informationen<br />
Emanuel Gutmann kam am 29. Dezember 1873 in Gemmingen bei Heilbronn als Sohn des Handelsmanns Adolf Ascher Morris Gutmann und seiner Frau Babette, geborene Sontheimer, zur Welt. Als junger Mann ging er nach München. 1901 heiratete er in Heilbronn die Kauffrau Sophie Marx. Im Jahr darauf bekam das Paar ein Kind, das aber kurz nach der Geburt starb. Emanuel Gutmann erwarb 1910 die Lindwurmstraße 205 und eröffnete in dem stattlichen Eckhaus zusammen mit seiner Frau das „Lederwarenkaufhaus Gutmann“. Später kam eine Filiale in der Schwabinger Feilitzschstraße 15 dazu. Ab 1931 wohnten Emanuel und Sophie Gutmann im zweiten Stock der Tengstraße 25. 1936 zogen sie in die Elisabethstraße 30, nur wenige Meter entfernt.<br />
Mit Beginn der NS-Herrschaft änderte sich das Leben von Emanuel und Sophie Gutmann grundlegend. Wohl weil sie unter den Maßnahmen gegen jüdische Geschäftsleute litten, gaben sie ihr Lederwarenkaufhaus 1934 auf. Im Zuge der „Kristallnacht“ am 9. November 1938 verschleppte die Gestapo Emanuel Gutmann in das Konzentrationslager Dachau. Er musste zwangsweise eine Verzichtserklärung für sein Haus in der Lindwurmstraße 205 und das Kaufhaus unterschreiben. Die Carl Sattler Hausbesitz-Verwertung-Verwaltung übernahm das Grundstück und verkaufte es weiter. Im Erdgeschoss befand sich nun das Unternehmen „Textilwaren Albert Helfferich“.<br />
Schwerkrank von den Misshandlungen im KZ Dachau kehrte Emanuel Gutmann am 1. Dezember 1938 aus der Haft zurück. Die Gutmanns konnten bis zum 17.9.41 in der Elisabethstraße 30 bleiben. Wohl bereits in Dachau hatte man ihm eine  Verzichtserklärung für das Haus in der Lindwurmstraße 205 und das Geschäft abgezwungen.<br />
Die Carl Sattler Hausbesitz-Verwertung-Verwaltung übernahm das Grundstück und verkaufte es weiter. In der Lindwurmstraße 205 befand sich nun das Unternehmen „Textilwaren Albert Helfferich“.<br />
Am 17.9.1939 zogen die Gutmanns von der Elisabethstraße 30 in ein Altersheim der Jüdischen Kultusgemeinde in der Kaulbachstraße. Im selben Jahr mussten er und seine Frau wie alle Jüdinnen und Juden ihre Wertsachen aus Edelmetall, Edelsteinen und Perlen beim Städtischen Leihamt abgeben. Außerdem wurden sie gezwungen, „freiwillig“ 500 Reichsmark für die „Judensiedlung Milbertshofen“ zu spenden, ein Barackenlager an der Knorrstraße 148. Am 16. März 1942 wies die Gestapo sie dort ein. Wenige Monate später wurden Emanuel und Sophie Gutmann am 24. Juni 1942 mit Transport II/8 in das Ghetto Theresienstadt deportiert. Emanuel Gutmann wurde dort am 24.10. 1943 ermordet, seine Frau Sophie am 11.10.1944. (Text Elisabeth Rosa M. Noske, Lektorat C. Fritsche)</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Gutmann, Sophie</title>
		<link>https://weissekoffer.de/elisabethstrasse-30/gutmann-sophie/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 May 2025 12:46:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Elisabethstraße 30]]></category>
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					<description><![CDATA[Elisabethstraße 30]]></description>
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<p>geb. Marx </p>
<p>Kauffrau, geboren am 16.05.1878 in Heilbronn, verheiratet, deportiert am 23.06.1942 aus München nach Theresienstadt, ermordet am 11.10.1944 in Theresienstadt (24. tishri 5705).<br />
Eltern<br />
Elias Emil Marx, Metzger und Darmgroßhändler in Heilbronn, Fanny, geb. Ottenheimer<br />
Geschwister<br />
•	Moses, geboren 06.01.1871, gestorben 1884 Heilbronn<br />
•	Carola Mayer, geboren 27.06.1872 Heilbronn<br />
•	Louis, geboren 08.09.1873 Heilbronn, emigrierte in die Niederlande, lebte dort in Roermond, deportiert, ermordet 23.07.1943 Sobibor<br />
•	Therese Klugmann, geboren 16.09.1874 Heilbronn, emigrierte im Juni 1939 von München nach Richmond, Virginia, dort gestorben 01.07.1966<br />
•	Pauline Strauss, geboren 20.10.1876 Heilbronn<br />
•	Rosa Neumann, geboren 04.06.1882 Heilbronn, emigrierte im April 1936 von München nach Palästina<br />
•	Benedikt, geboren 15.09.1883 Heilbronn, emigrierte 1939 von Heilbronn nach Palästina, remigrierte, gestorben 29.08.1968 Heilbronn<br />
Ehepartner<br />
•	Heirat am 19.11.1901 in Heilbronn mit Emanuel Gutmann, geboren am 29.12.1873 in Gemmingen, gestorben am 24.10.1943 in Theresienstadt.<br />
Adressen in München<br />
Zugezogen am 01.01.1901<br />
•	Südliche Auffahrtsallee 11 (seit 16.11.1927)<br />
•	Tengstraße 25 (seit 12.08.1931)<br />
•	Elisabethstraße 30 (seit 31.03.1936)<br />
•	Kaulbachstraße 65 (seit 17.09.1941), Altenheim der Israelitischen Kultusgemeinde<br />
•	Knorrstraße 148 (seit 16.03.1942), Barackenlager Milbertshofen<br />
Weitere Informationen<br />
Sophie Marx kam am 16. Mai 1878 in Heilbronn als Tochter des Metzgers und Darmgroßhändlers Elias Emil Marx und seiner Frau Fanny, geborene Ottenheimer, zur Welt. Sie erlernte wohl einen Beruf und war Kauffrau. 1901 heiratete Sophie Marx den aus Gemmingen und der gleichen jüdischen Gemeinde in Heilbronn stammenden Emanuel Gutmann und ging mit ihm nach München. Im Jahr darauf bekam das Paar ein Kind, das aber wenige Stunden nach der Geburt starb. Emanuel Gutmann erwarb 1910 die Lindwurmstraße 205. In dem stattlichen Eckhaus eröffneten Sophie und Emanuel Gutmann das „Lederwarenkaufhaus Gutmann“. Später kam eine Filiale in der Schwabinger Feilitzschstraße 15 dazu. Ab 1931 wohnten Sophie und Emanuel Gutmann im zweiten Stock der Tengstraße 25. 1936 zogen sie in die Elisabethstraße 30, nur wenige Meter entfernt.<br />
Mit Beginn der NS-Herrschaft änderte sich das Leben von Sophie und Emanuel Gutmann grundlegend. Wohl weil sie unter den Repressalien gegen jüdische Geschäftsleute litten, gaben sie ihr Lederwarenkaufhaus 1934 auf.<br />
1939 mussten Sophie und Emanuel Gutmann wie alle Jüdinnen und Juden ihre Wertsachen aus Edelmetall, Edelsteinen und Perlen beim Städtischen Leihamt abgeben. Außerdem wurden sie gezwungen, „freiwillig“ 500 Reichsmark für die „Judensiedlung Milbertshofen“ zu spenden, ein Barackenlager an der Knorrstraße 148. Am 16. März 1942 wies die Gestapo sie dort ein. Wenige Monate später wurden Sophie und Emanuel Gutmann am 24. Juni 1942 mit Transport II/8 in das Ghetto Theresienstadt deportiert. Sophie Gutmann erlag am 11. Oktober 1944 den furchtbaren Zuständen dort. Ihr Mann Emanuel Gutmann war bereits am 24. Oktober 1943 gestorben. (Text Elisabeth Rosa M. Noske, Lektorat C. Fritsche)<br />
Therese, die Schwester von Sophie konnte in die USA emigrieren, ihr Bruder Moses, der erstgeborene unter den sieben Geschwistern, verstarb im Alter von 13 Jahren, ihr Bruder Louis ging in die Niederlande, wurde von dort nach Sobibor deportiert und am 23.7. 1943 ermordet. Schwester Rosa konnte, wie ihr Bruder Benedikt nach Palästina flüchten. Er kam später nach Deutschland zurück und starb am 29.8.1968 in Heilbronn.<br />
(Quellle: Andreas E. Mach, Jüdische Familienunternehmer in Hitlers München, Allitera Verlag, 2024)</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Loeb, Emil</title>
		<link>https://weissekoffer.de/elisabethstrasse-30/loeb-emil/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 May 2025 12:46:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Elisabethstraße 30]]></category>
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					<description><![CDATA[Elisabethstraße 30]]></description>
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<p>Privatier, geboren am 28.03.1859 in Altleiningen, Kr. Frankenthal, verheiratet, gestorben am 21.03.1940 in München (11 adar II 5700).<br />
Eltern<br />
Hermann Loeb, Kaufmann in Frankenthal, Karolina Loeb, geb. Köster<br />
Geschwister<br />
•	Berta Weil, geboren 03.08.1861 Altleiningen, gestorben 06.09.1937 München<br />
Ehepartner<br />
•	Heirat am 15.02.1928 in München mit Henriette Loeb, geb. Schulz, geboren am 26.12.1860 in Frankenthal.<br />
Adressen in München<br />
Zugezogen am 14.03.1914 von Frankenthal<br />
•	Elisabethstraße 30 (seit 26.03.1914)<br />
•	Widenmayerstraße 39 (seit 22.05.1928)<br />
•	Tengstraße 31 (seit 24.01.1932)<br />
•	Maximiliansplatz 5 (seit 01.01.1936)<br />
•	Hermann-Schmid-Straße 5 (seit 24.08.1938)<br />
Weitere Informationen<br />
Lebte mit seiner Ehefrau bis Ende April 1932 in der Pension Isabella, Tengstraße 31. Zur Neuanmeldung kam er dort am 15.05.1934 als Witwer. Das heißt, seine Frau muss zwischen April 1932 und Mai 1934 verstorben sein. Am 15.06.1934 meldete er sich nach Bad Tölz ab. Laut Adressbuch 1936 lebte er im Regina-Palast-Hotel. Von dort kam er er im August 1938 ins Krankenhaus der Israelitischen Kultusgemeinde in der Hermann-Schmid-Str. 5-7</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Neuburger, Alice</title>
		<link>https://weissekoffer.de/elisabethstrasse-30/neuburger-alice/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 May 2025 12:46:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Elisabethstraße 30]]></category>
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					<description><![CDATA[Elisabethstraße 30]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<figure class="wp-block-image size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="592" height="791" src="https://weissekoffer.de/wp-content/uploads/2025/05/Neuburger-Alice-b.jpg" alt="" class="wp-image-286" style="width:450px" srcset="https://weissekoffer.de/wp-content/uploads/2025/05/Neuburger-Alice-b.jpg 592w, https://weissekoffer.de/wp-content/uploads/2025/05/Neuburger-Alice-b-225x300.jpg 225w" sizes="auto, (max-width: 592px) 100vw, 592px" /></figure>


<p>Alice Neuburger, geb. Gutmann<br />
geboren am 25.10.1874 in München, verheiratet, emigriert am 17.08.1939 nach Amsterdam, NL, deportiert aus Amsterdam, ermordet am 23.07.1943 in Sobibor (20. Tammuz 5703).<br />
Eltern<br />
Hirsch Hermann Gutmann, Kaufmann in München, Louise Gutmann, geb. Neuburger<br />
Geschwister<br />
•	Klara verheiratete Bachmann, geboren am 01.01.1873, in München<br />
•	Else verheiratete Moos, geboren am 26.01.1876, in München<br />
•	Jenny verheiratete Fellheim, geboren am 04.09.1877, in München<br />
•	Ida verheiratete Fraenkel, geboren am 04.07.1879, in München# , gestorben am 25.11.1941 in Kowno.<br />
Ehepartner<br />
•	Heirat am 18.03.1895 in München mit Isidor Moritz Neuburger, Kaufmann, geboren am 21.03.1861 in Buchau am Federsee, Lkrs. Biberach (OA Riedlingen), gestorben am 23.06.1939 in München.<br />
Kind(er)<br />
•	Wilhelm, geboren am 05.02.1896 in München<br />
Adressen in München<br />
•	Schubertstraße 4 (seit 03.01.1919)<br />
•	Elisabethstraße 30 (seit 22.03.1937)<br />
Weitere Informationen<br />
Alice Neuburger folgte ihrem bereits im Dezember 1936 nach Amsterdam emigrierten Sohn. Sie lebte mit ihrem Sohn, der Schwiegertochter und den beiden Enkelinnen 1941 im Minervaplein 24/III in Amsterdam.<br />
Alice Neuburger wurde am 23.07.1943 im Vernichtungslager Sobibor ermordet, ihr Sohn Wilhelm im KZ Bergen-Belsen am 22.01.1945.<br />
Ihr Vater starb am 03.08.1921 in München, die Mutter starb am 28.01.1935 in München.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Neuburger, Isidor</title>
		<link>https://weissekoffer.de/elisabethstrasse-30/neuburger-isidor/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 May 2025 12:46:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Elisabethstraße 30]]></category>
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					<description><![CDATA[Elisabethstraße 30]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<figure class="wp-block-image size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="592" height="849" src="https://weissekoffer.de/wp-content/uploads/2025/05/Neuburger-Isidor-b.jpg" alt="" class="wp-image-287" style="width:450px" srcset="https://weissekoffer.de/wp-content/uploads/2025/05/Neuburger-Isidor-b.jpg 592w, https://weissekoffer.de/wp-content/uploads/2025/05/Neuburger-Isidor-b-209x300.jpg 209w" sizes="auto, (max-width: 592px) 100vw, 592px" /></figure>


<p>Kaufmann, geboren am 21.03.1861 in Buchau am Federsee, Kr. Biberach, verheiratet, gestorben am 23.06.1939 in München (06. Tammuz 5699).<br />
Eltern<br />
Wilhelm Neuburger, Kaufmann, Therese Neuburger, geb. Kuhn<br />
Ehepartner<br />
•	Heirat am 18.03.1895 in München mit Alice Neuburger, geb. Gutmann, geboren am 25.10.1874 in München.<br />
Kind(er)<br />
•	Wilhelm, geboren am 05.02.1896 in München<br />
Adressen in München<br />
Zugezogen am 07.08.1884<br />
•	Schubertstraße 4 (seit 03.01.1919)<br />
•	Elisabethstraße 30 (seit 22.03.1937)<br />
Weitere Informationen<br />
Isidor Neuburger war auf beiden Augen fast erblindet, deshalb leistete auf dem Kennkartendoppel die Ehefrau die Unterschrift für ihn.<br />
Er war Eigentümer der Häuser Schwanthalerstr. 30 und 32 und des Hauses Senefelder Str. 10a.<br />
Die Ehefrau emigrierte im August 1939 nach Amsterdam, wohin der Sohn bereits im Dezember 1936 ausgewandert war. Alice Neuburger wurde am 23.07.1943 in Sobibor ermordet.  Sohn Wilhelm, ebenfalls in der elterlichen Firma Wilhelm Neuburger und Söhne, einem Großhandel für Seiden-, Posamentier- und Kurzwaren in München wurde am 22.01.1945 im Konzentrationslager Bergen-Belsen ermordet, dessen Ehefrau bereits ein paar Monate vorher. Die beiden Enkelkinder von Wilhelm Neuburger überlebten die Shoah in Amsterdam und lebten anschließend in Zürich und Lausanne. Als Erbanspruchsberechtigte von Alice und Isidor Neuburger machen sie ihre Ansprüche auf Rückerstattung der Grundstücke in der Schwanthalerstraße und Senefelderstraße geltend. Diese werden am 2.11.1950 von der Wiedergutmachungsbehörde I für Oberbayern anerkannt.<br />
Die Liste der Gegenstände, die von Isidor Neuburger am 30.3.1939 bei der Ankaufsstelle des Städt. Leihamtes abgegeben wurden, umfasste u.a.<br />
&#8211;	8 Paar große Bestecke<br />
&#8211;	12 Paar kleine Löffel<br />
&#8211;	8 große Löffel<br />
&#8211;	1 Suppenschöpflöffel<br />
&#8211;	6 Küchenbestecke<br />
&#8211;	Sowie eine Perlenkette mit Weißgoldverschluss, Gesamtlänge 49 cm</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Rothschild, Lilly</title>
		<link>https://weissekoffer.de/elisabethstrasse-30/rothschild-lilly/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 May 2025 12:46:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Elisabethstraße 30]]></category>
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					<description><![CDATA[Elisabethstraße 30]]></description>
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<figure class="wp-block-image size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="572" height="773" src="https://weissekoffer.de/wp-content/uploads/2025/05/Rothschild-Lilly-b.jpg" alt="" class="wp-image-283" style="width:450px" srcset="https://weissekoffer.de/wp-content/uploads/2025/05/Rothschild-Lilly-b.jpg 572w, https://weissekoffer.de/wp-content/uploads/2025/05/Rothschild-Lilly-b-222x300.jpg 222w" sizes="auto, (max-width: 572px) 100vw, 572px" /></figure>


<p>Lilly (auch Cilly) Rothschild, geb. Klau<br />
geboren am 20.11.1890 in Tauberbischofsheim, verheiratet, deportiert am 20.11.1941 aus München nach Kaunas, ermordet am 25.11.1941 in Kaunas (05. Kislev 5702).<br />
Eltern<br />
Lehmann Klau, Kaufmann in München, Henriette, geb. Regensburger<br />
Geschwister<br />
•	Martha verheiratete Reinemund, geboren am 14.09.1891, in Tauberbischofsheim<br />
Ehepartner<br />
•	Heirat am 07.12.1911 in München mit Max Rothschild; Kaufmann, geboren am 18.04.1886 in Nordstetten, Kr. Horb, gestorben am 25.11.1941 in Kaunas.<br />
Adressen in München<br />
•	Elisabethstraße 28 (seit 10.04.1919)<br />
•	Elisabethstraße 29 (seit 03.11.1931)<br />
•	Elisabethstraße 30, (seit 27.09.1934)  im 2. stock<br />
•	Mozartstraße 12 (seit 19.12.1940)<br />
Weitere Informationen<br />
Lilly Rothschild besuchte die Töchterschule.<br />
Die Sichtvermerke in ihrem Pass, einmal eine Ausreisegenehmigung für die USA vom 29.04.1941, dann eine Reisegenehmigung nach Liberia und in die USA vom 24.10.1941, zeugen von ihren vergeblichen Emigrationsbemühungen.<br />
Die leibliche Mutter starb am 15.10.1904 in München, der Vater heiratete 17 Monate später Berta Ullmann, Ihr Vater starb 1929 in München, seine zweite Frau wurde nach Theresienstadt deportiert und ermordet.<br />
Lilly Rothschild wurde gemeinsam mit ihrem Ehemann im November 1941 nach Kaunas deportiert und wenige Tage danach ermordet.</p>


<figure class="wp-block-image size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="520" height="369" src="https://weissekoffer.de/wp-content/uploads/2025/05/DE-1992-KKD-3499.jpg" alt="" class="wp-image-449" style="width:1000px" srcset="https://weissekoffer.de/wp-content/uploads/2025/05/DE-1992-KKD-3499.jpg 520w, https://weissekoffer.de/wp-content/uploads/2025/05/DE-1992-KKD-3499-300x213.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 520px) 100vw, 520px" /><figcaption class="wp-element-caption">LEADTOOLS v17.5</figcaption></figure>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Rothschild, Max</title>
		<link>https://weissekoffer.de/elisabethstrasse-30/rothschild-max/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 May 2025 12:46:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Elisabethstraße 30]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://weissekoffer.de/uncategorized/rothschild-max/</guid>

					<description><![CDATA[Elisabethstraße 30]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<figure class="wp-block-image size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="592" height="828" src="https://weissekoffer.de/wp-content/uploads/2025/05/Rothschild-Max-b.jpg" alt="" class="wp-image-297" style="width:450px" srcset="https://weissekoffer.de/wp-content/uploads/2025/05/Rothschild-Max-b.jpg 592w, https://weissekoffer.de/wp-content/uploads/2025/05/Rothschild-Max-b-214x300.jpg 214w" sizes="auto, (max-width: 592px) 100vw, 592px" /></figure>


<p>Max Rothschild<br />
Kaufmann, geboren am 18.04.1886 in Nordstetten, Kr. Horb, verheiratet, deportiert am 20.11.1941 aus München nach Kaunas, ermordet am 25.11.1941 in Kaunas (05. Kislev 5702).<br />
Eltern<br />
Sigmund Rothschild, Pferdehändler in Nordstetten, Lina Rothschild, geb. Dampf<br />
Ehepartner<br />
•	Heirat am 07.12.1911 in München mit Lilly (Cilly) Rothschild, geb. Klau, geboren am 20.02.1890 in Tauberbischofsheim, gestorben am 25.11.1941 in Kaunas.<br />
Adressen in München<br />
Zugezogen am 20.06.1909<br />
•	Elisabethstraße 28 (seit 10.04.1919)<br />
•	Elisabethstraße 29 (seit 03.11.1931)<br />
•	Elisabethstraße 30 (seit 27.09.1934)<br />
•	Mozartstraße 12 (seit 19.12.1940)<br />
Weitere Informationen<br />
Max Rothschild besuchte die Oberrealschule bis zur 7. Klasse. Er nahm 1915-1918 am Ersten Weltkrieg teil.<br />
In der Elisabethstraße 30/II betrieb er einen Großhandel mit Tafelöl, Seifen, Wasch- und Putzmitteln, den er am 04.05.1938 für den 27.04.1938 abmeldete.<br />
Sichtvermerke in seinem Pass zeugen von seinen vergeblichen Emigrationsbemühungen.<br />
Max Rothschild wurde gemeinsam mit seiner Ehefrau deportiert und ermordet.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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