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	<title>Herzogstraße 65 &#8211; Weiße Koffer der Erinnerung in Schwabing</title>
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	<description>Projekt zur Erinnerung an jüdische Nachbarn, die zur Zeit der NS-Diktatur der in Schwabing lebten und vor aller Augen vertrieben und ermordet wurden. </description>
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		<title>Alma und Leo Rothmann</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Holger Schelpmeier]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 24 Oct 2025 08:59:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Herzogstraße 65]]></category>
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					<description><![CDATA[Leo Rothmann wurde am 26. Mai 1887 in Kletzko bei Gnesen als Sohn des Kaufmanns Jonas Rothmann und seiner Frau]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph"></p>



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<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="590" height="835" data-id="294" src="https://weissekoffer.de/wp-content/uploads/2025/05/Rothmann-Alma.jpg" alt="" class="wp-image-294" srcset="https://weissekoffer.de/wp-content/uploads/2025/05/Rothmann-Alma.jpg 590w, https://weissekoffer.de/wp-content/uploads/2025/05/Rothmann-Alma-212x300.jpg 212w" sizes="(max-width: 590px) 100vw, 590px" /><figcaption class="wp-element-caption">Alma Rothmann</figcaption></figure>



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</figure>



<p class="wp-block-paragraph"><br></p>



<p class="wp-block-paragraph">Leo Rothmann wurde am 26. Mai 1887 in Kletzko bei Gnesen als Sohn des Kaufmanns Jonas Rothmann und seiner Frau Henriette, geb. Levy geboren. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Im April 1915 zog Leo Rothmann von Breslau nach München und war als Pelzhändler tätig. Am 5. September 1919 heirateten er und Alma Friedmann standesamtlich in Fürth und zwei Tage später unter der Chuppa. Das Ehepaar lebte in Gütergemeinschaft und blieb kinderlos. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Alma wurde am 7. September 1887 in Fürth als Tochter des Kaufmanns Max und seiner Frau Jenny, geb. Bamberger geboren. Alma hatte noch zwei Schwestern. Alma Friedmanns Vater lebte seit 1876 in Fürth. Er war Kaufmann und seit 1892 mit seinem Bruder Inhaber von Max Friedmann, Spielwarenexport u. Commission. 1906–1908 war er Armenpflegschaftsrat. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Leo und Alma Rothmann erlitten ab 1933 Schikanen und Entwürdigungen durch die Nazis und wurden vollständig ausgeraubt, so u.a. ein Bankguthaben von 32.800 RM. Zuletzt besaßen sie nur noch ihre Bekleidung. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Leo Rothmann wurde am 10. November 1938 in das KZ Dachau verschleppt und vier Wochen terrorisiert. Bald darauf im August 1939 wurden sie aus ihrer Wohnung in der Ansbacher Straße 4 geworfen und mussten in die Hohenzollernstraße 130 umziehen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Dezember 1941 wurde das Paar in die Herzogstraße 65 eingewiesen und nach einem Monat in das Internierungslager an der Clemens-August-Straße 9. Von dort aus mussten sie in Milbertshofen Zwangsarbeit leisten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 13. Juli 1942 wurden Alma und Leo Rothmann in einem aus Stuttgart kommenden Transport in das KZ Auschwitz deportiert und vermutlich bald nach der Ankunft am 15. Juli ermordet. Der genaue Tag ihrer Ermordung durch die Nazi-Schergen ist unbekannt. Der Transport wurde von Münchener Gestapobeamten auch als &#8222;Straftransport&#8220; bezeichnet, da einige Menschen direkt aus der Haft zugeführt wurden – bei anderen handelte es sich um arbeitsunfähige Kranke. Überlebende dieser Deportation sind nicht bekannt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Alma Rothmanns Mutter, Jenny Friedmann konnte zu ihrer schon zuvor ausgewanderten jüngsten Tochter, Sophie Seuß, und deren Tochter Hannelore (verheiratete Goldsmith) nach England fliehen und überlebte. Jenny und Sophie starben 1950 bzw. 1986 in London. Auch Almas Schwester Dora Kraemer überlebte und starb 1965 in München. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Vom Amtsgericht München wurde Alma Rothmann am 8. Mai 1961 für tot erklärt. 1962 erklärte die Oberfinanzdirektion gegenüber den Erben, dass von den geraubten Gegenständen (Möbel, Haushaltsgegenstände, Kunst, Bekleidung etc.) nichts bekannt sei. </p>
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		<title>Ilse-Lotte und Olga Nussbaum</title>
		<link>https://weissekoffer.de/herzogstrasse-65/ilse-lotte-und-olga-nussbaum/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Holger Schelpmeier]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Oct 2025 20:49:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Herzogstraße 65]]></category>
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					<description><![CDATA[Ilse-Lotte Nußbaum wurde am 21. September 1927 in Halle an der Saale als Tochter von Leopold und Olga Nußbaum, geb.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"></p>



<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-2 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="606" height="833" data-id="289" src="https://weissekoffer.de/wp-content/uploads/2025/05/Nussbaum-Olga-b.jpg" alt="" class="wp-image-289" srcset="https://weissekoffer.de/wp-content/uploads/2025/05/Nussbaum-Olga-b.jpg 606w, https://weissekoffer.de/wp-content/uploads/2025/05/Nussbaum-Olga-b-218x300.jpg 218w" sizes="(max-width: 606px) 100vw, 606px" /><figcaption class="wp-element-caption">Olga Nußbaum</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="814" height="1024" data-id="288" src="https://weissekoffer.de/wp-content/uploads/2025/05/Nussbaum-Ilse-Lotte-f1-814x1024.jpg" alt="" class="wp-image-288" srcset="https://weissekoffer.de/wp-content/uploads/2025/05/Nussbaum-Ilse-Lotte-f1-814x1024.jpg 814w, https://weissekoffer.de/wp-content/uploads/2025/05/Nussbaum-Ilse-Lotte-f1-239x300.jpg 239w, https://weissekoffer.de/wp-content/uploads/2025/05/Nussbaum-Ilse-Lotte-f1-768x966.jpg 768w, https://weissekoffer.de/wp-content/uploads/2025/05/Nussbaum-Ilse-Lotte-f1.jpg 855w" sizes="auto, (max-width: 814px) 100vw, 814px" /><figcaption class="wp-element-caption">Ilse-Lotte Nußbaum</figcaption></figure>
</figure>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ilse-Lotte Nußbaum wurde am 21. September 1927 in Halle an der Saale als Tochter von Leopold und Olga Nußbaum, geb. Gundersheimer geboren. Ihr Vater war Kaufmann und betrieb in Halle an der Saale, Bernhardystraße 56, eine Friseurartikel-Großhandlung. Leopold kam aus Jessnitz im Kreis Dessau-Köthen, Anhalt, wo er am 19. Mai 1897 geboren wurde. Ihre Mutter war Schneiderin und Kontoristin und hatte die Kaufmännische Handelsschule besucht. Olga stammte aus München, wo sie am 19. März 1899 geboren wurde. Sie hatte fünf Geschwister, von denen nur drei das Kindesalter überlebten. <br><br>Ilse-Lotte wuchs zunächst in Halle auf, doch im April 1938 verhafteten die Nationalsozialisten Leopold und deportierten ihn in das Konzentrationslager Buchenwald. Am 14. Mai 1938, nach nur drei Wochen in Gefangenschaft, wurde er dort unter ungeklärten Umständen umgebracht. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach dem Tod des Vaters waren Mutter Olga und die damals zehnjährige Ilse-Lotte aufgrund der Verfolgung durch Nazis gezwungen, nach München zu ziehen: Im Juli 1938 kamen sie bei Olgas Bruder Paul sowie den Großeltern Moritz Moses und Anna Esther Gundersheimer in der Herzogstraße 65 unter. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ilse-Lotte besuchte zunächst die Schule. Doch die systematische Entrechtung und Verfolgung jüdischer Bürgerinnen und Bürger durch die Nationalsozialisten nahmen ihr zunehmend jede Möglichkeit auf eine normale Kindheit. Anfang 1942 wurde die mittlerweile 14-Jährige gemeinsam mit Mutter Olga in ein NS-Sammellager in der Clemens-August-Straße 9 eingewiesen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Von Mai 1942 an musste sie in der Flachsröste Lohhof Zwangsarbeit leisten. Am 13. März 1943 deportierten die Nationalsozialisten schließlich Ilse-Lotte, ihre Mutter sowie 217 weitere jüdischen Münchnerinnen und Münchnern in das KZ Auschwitz. Von dort schrieb das Mädchen am 15. Juni 1943 eine Karte an ihren Freund Walter Geismar in München. Es ist das letzte bekannte Lebenszeichen von ihr: </p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>„Mein lieber Walter! Ich bin gesund. Mir geht es gut. Bin mit Mutti beisammen. Bleibe tapfer. Auch ich lasse mich nicht unterkriegen! Vergiss mich nicht und schreibe sofort. Mutti lässt Dich und Deine lieben Eltern grüssen. Ich grüsse Dich innig und küsse Dich innig und Deine lieben Eltern! In alter Liebe Deine Ilse Kochani”</em> </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein halbes Jahr später, am 31. Dezember 1943, ermordeten die Nationalsozialisten Ilse-Lotte im KZ Auschwitz. Sie wurde nur 16 Jahre alt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die verwitwete Mutter von Olga, wurde in das KZ Theresienstadt deportiert. Sie überlebte die Shoah und wanderte zu Olgas Schwester Ella Silber in die USA aus.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Alma und Leo Rothmann, meine unbekannte jüdische Verwandtschaft</title>
		<link>https://weissekoffer.de/herzogstrasse-65/alma-rothmann-die-tante-meiner-mutter/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 18 Oct 2025 09:01:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Herzogstraße 65]]></category>
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					<description><![CDATA[Ein Text von Ursula Binsack Meine Mutter und deren Schwester, meine Tante Erika, erzählten gerne von ihrer Tante Alma. Die]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Ein Text von Ursula Binsack</p>



<p class="wp-block-paragraph">Meine Mutter und deren Schwester, meine Tante Erika, erzählten gerne von ihrer <strong>Tante Alma</strong>. Die lebte zusammen mit ihrem Mann <strong>Leo </strong>in München. <strong>Das Ehepaar</strong> hatte keine Kinder. Aber die beiden Nichten, Elisabeth und Erika, waren immer wieder einmal dort zu Besuch. Da gab es Bananen(!). Das war damals noch etwas ganz Exotisches und ein Luxus, den es in den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts für die beiden Mädel nur bei der Tante gab.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Viel mehr haben meine Mutter und meine Tante nicht erzählt über <strong>Alma und Leo</strong>, außer, dass sie als <strong>Münchner Bürgerin und Bürger jüdischer Herkunft</strong> irgendwann in der Zeit des <strong>Nationalsozialismus abtransportiert</strong> wurden und nie wieder zurück kamen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Durch die Mitarbeit für die Aktion Weiße Koffer der Erinnerung – hier wohnte konnte ich doch noch ein wenig mehr erfahren über Großtante Alma und ihren Mann Leo Rothmann.</p>



<figure class="wp-block-image size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="330" height="265" src="https://weissekoffer.de/wp-content/uploads/2025/10/image-3.png" alt="" class="wp-image-713" style="width:419px;height:auto" srcset="https://weissekoffer.de/wp-content/uploads/2025/10/image-3.png 330w, https://weissekoffer.de/wp-content/uploads/2025/10/image-3-300x241.png 300w" sizes="auto, (max-width: 330px) 100vw, 330px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Ich bin nach <strong>Fürth </strong>gefahren, in die <strong>Geburtsstadt</strong> <strong>Almas</strong>. Dort konnte ich auf dem <strong>Neuen jüdischen Friedhof </strong>das Grab ihres Vaters, Max Friedmann, ausfindig machen. In der Friedhofshalle sind auf einer Wand die Namen aller Fürther Bürger jüdischer Herkunft aufgeschrieben, die in der Zeit des NS-Regimes <strong>ermordet </strong>wurden. Da steht auch der Name meiner Großtante: „Alma Rothmann“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im <strong>Gedenkbuch</strong> der Stadt München (gedenkbuch.muenchen.de) ist zu lesen, dass <strong>Alma und Leo Rothmann zwischen 1915 und 1941 drei mal umgezogen</strong> sind. Erst jetzt weiß ich, dass sie <strong>zweimal zwangsweise</strong> in sogenannte <strong>„Judenhäuser“</strong> eingewiesen wurden. „Judenhäuser“, das waren zumeist Häuser jüdischer Eigentümer, die noch rechtzeitig emigrieren konnten. Ihre Immobilien wurden enteignet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dass <strong>Leo Rothmann </strong>schon vom <strong>10. November bis 6. Dezember 1938</strong> im <strong>Konzentrationslager Dachau</strong> interniert war, davon hatte ich bisher nie gehört. Jetzt habe ich es auf den Seiten des Bundesarchivs erfahren im Gedenkbuch für die <strong>Opfer der Verfolgung</strong> der Juden unter der <strong>nationalsozialistischen Gewaltherrschaft</strong> in <strong>Deutschland 1933 – 1945</strong>. Er wurde offensichtlich im <strong>Zusammenhang</strong> mit der <strong>Pogromnacht verhaftet.</strong><br>Wie erlebten meine Oma Dora Kraemer, ihr Mann Philipp und die beiden Töchter, meine Mutter Elisabeth und meine Tante Erika, diese Nacht und die darauffolgende Zeit? Wir haben nie darüber gesprochen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am <strong>16. Januar 1942 </strong>wurden Alma und Leo Rothmann in der sogenannten <strong>„Heimanlage für Juden“ in Berg am Laim interniert.</strong> Ein halbes Jahr später dann der Abtransport ins Ungewisse, in den Tod:<br>Im <strong>Juli 1942</strong> wurde <strong>Alma</strong> mit ihrem Mann <strong>Leo</strong> per <strong>„Straftransport“</strong> deportiert. <strong>Ihr „Verbrechen“</strong> <strong>war: „jüdisch“</strong>. Das bedeutet eigentlich nichts. Die beiden <strong>Schwestern von Alma</strong>, die ich selbst kannte, weil sie auf verschiedenen Wegen diese grauenvolle Zeit <strong>überlebt</strong> haben, waren <strong>nicht religiös</strong>. Und natürlich war die ganze <strong>Familie deutsch</strong>. Was sind das überhaupt für Kategorien, in die da Menschen eingeteilt werden?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf der Liste der Deportierten, die von der Dienstelle für Vermögensverwertung des Oberfinanzpräsidiums ausgestellt ist, steht als Straftat: <strong>„Staatsfeinde“</strong>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenige Tage vor dem Abtransport musste das Ehepaar eine Aufstellung ihres Eigentums und Vermögens ausfertigen:</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Angaben zu Eigentum und Vermögen vom 08.07.1942</strong>:</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Bargeld: </strong>50,00<br><strong>Konto (Dt. Bank) KNr. 24375:</strong> ca. 800,00<br><strong>Wertpapiere:</strong> ca. 31.800,00</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>keine</strong> Versicherungen, Rentensprüche u.ä.<br><strong>keine </strong>Schulden, offene Rechnungen u.ä. kein Wohnungsinventar, Geschirr, Fahrzeug, Kunstgegenstände …</p>



<p class="wp-block-paragraph">Außerdem hatte Leo Rothmann aufgelistet, was er ganz persönlich noch besaß:<br>1 Hut, 1 Hemd, 3x Unterwäsche, 4 Krawatten, 1 Paar Schuhe, 3 Paar Strümpfe</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das mit den 4 Krawatten macht mich stutzig. Er war halt ein Kaufmann. Und da gehörte es sich, anständig angezogen zu sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">1962 beantragte ein Rechtsanwalt im Auftrag einer Schwester von Tante Alma die Rückerstattung von Haushaltsgegenständen des Ehepaar Rothmann. Die Oberfinanzdirektion teilte mit, dass keine Gegenstände des Ehepaar Rothmann bekannt seien.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Informationen über Vermögen und Eigentum der Rothmanns konnte ich im Staatsarchiv München nachlesen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was wohl aus den Geldguthaben geworden ist?<br>Hatten meine Großtante und ihr Mann Kunstgegenstände, die womöglich in irgendeinem Museum ausgestellt sind?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Nichts ist geblieben </strong>von Tante Alma und ihrem Mann Leo. <strong>Alles wurde ausgelöscht.</strong><br>Da sind <strong>nur </strong>die beiden <strong>Fotos</strong>, die durch Stempel der Münchner Polizei <strong>verunstaltet </strong>sind. Diese Fotos wurden für die Aktion Weiße Koffer der Erinnerung – hier wohnte so <strong>bearbeitet</strong>, dass jetzt wieder die <strong>Gesichter ohne die</strong> <strong>Stempel zu sehen</strong> sind. So sind sie jetzt auch auf der Info-Tafel vor dem Haus Herzogstr. 65 dargestellt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Und da ist unser Taufkleid: </strong>   </p>



<p class="wp-block-paragraph">Mein <strong>Bruder</strong> kam <strong>1946</strong> zur Welt. Für seine Taufe nähte meine Tante Erika ein Taufkleid. Es war <strong>Nachkriegszeit</strong>, und man musste nehmen, was der Bombenkrieg übrig gelassen hatte. Sie nähte das <strong>Taufkleid aus </strong>feinem <strong>Baumwollstoff</strong>, in den der Name <strong>„Alma“</strong> eingestickt ist. Es war wohl <strong>Stoff </strong>aus der <strong>Haushaltswäsche</strong> unserer jüdischen Großtante, vielleicht aus der Mitgift, die sie in die Ehe gebracht hatte. Seitdem haben wir nach und nach unsere Kinder und Kindeskinder in diesem Kleid taufen lassen und alle ihre Namen eingestickt. Es ist der <strong>Stoff</strong> einer <strong>jüdischen Frau</strong> in dem wir Christen und Christinnen <strong>getauft </strong>sind, als Erben Jesu, der selbst Jude war, gefoltert und ermordet und zum Leben auferstanden, wie wir glauben. Dieses <strong>Taufkleid verbindet</strong> unsere jüdische Herkunft mit unserem christlichen <strong>Glauben</strong>. Und es wird uns immer an Alma erinnern.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Was ich noch ergänzen möchte:</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><br>Die <strong>jüngere Schwester von Alma, Sophie Seuß</strong>, konnte mit ihrer<strong> Tochter Hannelore </strong>rechtzeitig nach <strong>England fliehen </strong>und <strong>überlebte</strong> dort. Auch deren <strong>Mutter, Jenny Friedmann, lebte</strong> in England.<br>Die älteste der drei Schwestern, Dora Kraemer, meine Oma, <strong>überlebte</strong> zusammen mit ihren Töchtern, meiner Mutter und meiner Tante, in München, auch deshalb, <strong>weil</strong> ihr <strong>nichtjüdischer Mann</strong>, mein <strong>Opa Philipp Kraemer</strong>, immer <strong>treu</strong> zu ihnen hielt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Steinberg, Rudolf</title>
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		<pubDate>Thu, 29 May 2025 12:46:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Herzogstraße 65]]></category>
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					<description><![CDATA[Herzogstraße 65]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">Rudolf Steinberg wurde am 8. Mai 1889 als Sohn des Kaufmanns Moritz Steinberg und seiner Frau Helene, geborene Jablonsky in München geboren. Er hatte einen älteren Bruder, Leo, der am 23. April 1885 in Berlin zur Welt kam und später im Konzentrationslager Auschwitz ermordet wurde. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach dem Ersten Weltkrieg, im Dezember 1918, heiratete Rudolf in München Cäcilie „Cilly“ Lichtenstädter. Das Ehepaar hatte zwei Söhne, Karl und Franz. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Rudolf betrieb einen Großhandel mit Toilettenartikeln in der Kaulbachstraße 62/0 in München. Nach der antisemitischen Gesetzgebung der Nationalsozialisten musste er sein Geschäft zum 1. August 1938 aufgeben. Er lebte im Anschluss von Zuwendungen von Bekannten und Unterstützungen des Wohlfahrtsamtes. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach mehreren Umzügen innerhalb Münchens, darunter vier Jahren in der Herzogstraße 65, zogen Rudolf und Ehefrau Cilly in die Franz-Joseph-Straße 15. Dort verstarb er am 21. Juli 1940 im Alter von 51 Jahren. Seine Ehefrau Cilly überlebte ihn nur um ein Jahr, sie beging am 11. November 1941 in München Suizid. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Söhne Karl und Franz emigrierten nach Palästina. Karl, der sich dort Karl Meir nannte, fiel am 14. Mai 1948 in den Kämpfen um die Unabhängigkeit Israels in Jerusalem. </p>
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		<title>Stein, Martin</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 May 2025 12:46:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Herzogstraße 65]]></category>
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					<description><![CDATA[Herzogstraße 65]]></description>
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<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="669" height="1024" src="https://weissekoffer.de/wp-content/uploads/2025/05/Stein_Martin_StadtAM-KKD-4046-b-669x1024.jpg" alt="" class="wp-image-308" style="width:450px" srcset="https://weissekoffer.de/wp-content/uploads/2025/05/Stein_Martin_StadtAM-KKD-4046-b-669x1024.jpg 669w, https://weissekoffer.de/wp-content/uploads/2025/05/Stein_Martin_StadtAM-KKD-4046-b-196x300.jpg 196w, https://weissekoffer.de/wp-content/uploads/2025/05/Stein_Martin_StadtAM-KKD-4046-b.jpg 702w" sizes="auto, (max-width: 669px) 100vw, 669px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Martin Stein&nbsp;</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Kaufmann, geboren am 17.02.1877 in Pless, Reg. Bez. Oppeln (Opole), verheiratet, deportiert am 20.11.1941 aus München nach Kaunas, ermordet am 25.11.1941 in Kaunas (05. Kislev 5702).&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Eltern</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Max Stein, Kaufmann, Henriette Jenny Stein, geb. Knoche&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ehepartner</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Heirat am 16.12.1919 in Laupheim, Kr. Biberach mit Bella Stein, geb. Bernheim, geboren am 05.02.1889 in Laupheim, Kr. Biberach, gestorben am 25.11.1941 in Kaunas. </li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Kind(er)</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Berta, geboren am 08.10.1920 in München </li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Adressen in München</strong><br>Zugezogen am 01.01.1897 von Kattowitz&nbsp;</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Kratzerstraße 31 (seit 24.11.1919) </li>



<li>Wendl-Dietrich-Straße 38 (seit 01.07.1931) </li>



<li>Herzogstraße 65 (seit 26.10.1938) </li>



<li>Knorrstraße 148 (seit 13.11.1941) </li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Weitere Informationen</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Martin Stein kam am 17. Februar 1877 als Sohn des Kaufmanns Max Stein und seiner Frau Henriette, geborene Knoche, in Pless im heutigen Polen zur Welt. Am 1. Januar 1897 zog er von Kattowitz nach München und war dort vermutlich als Kaufmann tätig. Zwischen 1914 und 1918 kämpfte er als Kriegsfreiwilliger im Ersten Weltkrieg. Nach Kriegsende heiratete Martin Stein am 16. Dezember 1919 in Laupheim Bella Bernheim. Sie war dort am 5. Februar 1889 als drittältestes Kind des Viehhändlers Jakob Bernheim und seiner Frau Peppi, geborene Nördlinger, zur Welt gekommen. Das junge Ehepaar zog in München zunächst in den ersten Stock der Kratzerstraße 31 im Stadtteil Gern. Am 8. Oktober 1920 bekamen Martin und Bella Stein eine Tochter: Bertha. Sie besuchte bis April 1936 das Lyzeum an der Luisenstraße und anschließend die Städtische Berufsschule für Stickerinnen an der Weilerstraße. Am 1. Juli 1931 zog die Familie Stein in die neue Siedlung der Wohnungsbaugesellschaft GEWOFAG in Neuhausen in eine Wohnung im zweiten Stock der Wendl-Dietrich-Straße 38. Martin Stein, der seit 1927 Vertreter für Haushaltsartikel und Lederwaren war, betrieb sein Geschäft zeitweise in dieser Wohnung.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie es Martin und Bella Stein angesichts der antisemitischen Verfolgung in den ersten Jahren der NS-Herrschaft ging, ist unklar. Am 26. Oktober 1938 mussten sie ihre Wohnung verlassen und in ein Zimmer zur Untermiete im dritten Stock der Herzogstraße 65 ziehen. Einen Monat später musste Martin Stein sein Gewerbe abmelden. Damit hatte er keine Möglichkeit mehr, Geld für seine Familie und sich zu verdienen. Später musste Martin Stein bei Oskar Buchner Zwangsarbeit als Gartenarbeiter leisten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 13. November 1941 mussten Martin und Bella Stein in die „Judensiedlung Milbertshofen“ ziehen, ein Sammellager an der Knorrstraße 148. Kurz davor gab Martin Stein in einer Vermögenserklärung an, was ihm und seiner Frau nach den Jahren der Ausgrenzung noch geblieben war. Das Ehepaar besaß nur noch einige Kleidungsstücke sowie wenige Möbel, darunter einen Kleiderschrank im Wert von 50 Reichsmark und sechs Stühle für 25 Reichsmark. Nach der Deportation räumte die Polizei das Zimmer von Martin und Bella Stein; die darin enthaltenen Gegenstände wurden vermutlich versteigert. Martin und Bella Stein sollten eigentlich nach Riga verschleppt werden. Weil das Ghetto dort überfüllt war, wurden sie am 20. November 1941 gemeinsam mit etwa 1.000 weiteren jüdischen Münchnerinnen und Münchnern nach Kaunas deportiert. Dort erschoss die SS am 25. November 1941 alle Verschleppten. Martin Stein wurde 64 Jahre alt, Bella Stein 52 Jahre.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Tochter von Martin und Bella Stein überlebte: Bertha Stein konnte 1940 in die USA auswandern und heiratete dort den ebenfalls aus München stammenden Helmut Frankenburger. Sie bekam Kinder, wurde später Großmutter und starb im hohen Alter in den USA. (Text: Falko Sellmair, Azubi bei der GEWOFAG; Lektorat: C. Fritsche)</p>
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		<title>Steinberg, Cilly</title>
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		<pubDate>Thu, 29 May 2025 12:46:57 +0000</pubDate>
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<p class="wp-block-paragraph">Weitere Informationen zu Cilly Steinberg im Artikel <a href="https://weissekoffer.de/franz-joseph-strasse-15/steinberg-caezilie/" data-type="post" data-id="149">Steinberg, Cäzilie</a></p>
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		<title>Gundersheimer, Moritz</title>
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		<pubDate>Thu, 29 May 2025 12:46:56 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Herzogstraße 65]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Moses, gen. Moritz Gundersheimer&nbsp;</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Kaufmann, geboren am 20.03.1863 in Groß-Krotzenburg, Kr. Kassel, verheiratet, gestorben am 30.01.1939 in München (10. Tevet 5699).&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Eltern</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Pinchas Löb Gundersheimer, Lehrer in Frankfurt am Main, Lisette Gundersheimer, geb. Schülein&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Geschwister</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Lina Schreibauer </li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ehepartner</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Heirat am 01.01.1894 mit Anna (Esther Hinde) Gundersheimer, geb. Hurwitz, geboren am 27.11.1870 in Kaunas, Litauen, gestorben am 20.05.1960 in Roxbury, Massachusetts. </li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Kind(er)</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Else Lisette, geboren am 12.12.1894 in München </li>



<li>Paul Leo, geboren am 05.01.1896 in München </li>



<li>Charlotte, geboren am 15.07.1897 in München </li>



<li>Olga, geboren am 19.03.1899 in München </li>



<li>Ella, geboren am 26.03.1901 in München </li>



<li>Max, geboren am 30.12.1906 in München </li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Adressen in München</strong><br>Zugezogen am 01.01.1885&nbsp;</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Herzogstraße 65 (seit 17.07.1912) </li>



<li>Eglfing-Haar (seit 14.06.1932) </li>



<li>Clemens-August-Straße 9 (seit 15.01.1942) </li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Weitere Informationen</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Moritz Gundersheimer war Besitzer des Hauses Herzogstraße 65. Er betrieb (in Teilhaberschaft mit seinen Söhnen Paul und Max) die Fa &#8222;Moritz Gundersheimer&#8220;, eine Tee-, Schokoladen- und Zuckerwarengroßhandlung in der Franz-Joseph-Straße 35. Am 09.06.1932 wurde er vom Amtsgericht München &#8222;wegen Geistesschwäche&#8220; entmündigt. Sein Vormund war Dr. Albert Oppenheimer. Im September 1930 befand er sich in der Psych. und Nervenklinik der Universität. Ab 22.02.1932 war er wegen einer psychiatrischen Erkrankung im Schwabinger Krankenhaus, von wo aus er am 14.06.1932 nach Eglfing-Haar verlegt wurde. Er starb am 30.01.1939 in der Heil- und Pflegeanstalt Eglfing-Haar.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seine Ehefrau wurde am 10.07.1942 nach Theresienstadt deportiert, sie überlebte und verbrachte ihre letzten Jahre bei Tochter Ella Silver in Brighton, Massachusetts. Sie starb am 20.05.1960 in Roxbury, Massachusetts.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Tochter Ella (gestorben 07.03.2001 Oak Ridge, Tennessee) war verheiratet mit Dr. jur. Silber, das Ehepaar emigrierte nach Massachusetts, dorthin emigrierte auch Sohn Paul (gestorben März 1975 Brighton, Massachusetts). Tochter Olga Nussbaum wurde mit ihrer Tochter Ilse von München nach Auschwitz deportiert und dort ermordet. Tochter Charlotte wurde als Vierzehnjährige von der Straßenbahn überfahren, sie starb am 11.03.1912 in München. Sohn Max emigrierte über die Philippinen nach New York, er starb im Januar 1979 in Queens, New York.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Einzelgrab Neuer Israelitischer Friedhof, Sektion 6, Reihe 9, Platz 7 (Kalkstein &#8211; mit Gedenkinschrift für Tochter Olga Nussbaum und Enkelin Ilselotte).</p>
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		<title>Nußbaum, Ilse-Lotte</title>
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		<pubDate>Thu, 29 May 2025 12:46:56 +0000</pubDate>
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<p class="wp-block-paragraph">Weitere Informationen zu Ilse-Lotte Nußbaum im Artikel <a href="https://weissekoffer.de/herzogstrasse-65/ilse-lotte-und-olga-nussbaum/" data-type="post" data-id="1434">Ilse-Lotte und Olga Nussbaum</a></p>
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		<title>Nußbaum, Olga</title>
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		<pubDate>Thu, 29 May 2025 12:46:56 +0000</pubDate>
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<p class="wp-block-paragraph">Weitere Informationen zu Olga Nußbaum im Artikel <a href="https://weissekoffer.de/herzogstrasse-65/ilse-lotte-und-olga-nussbaum/" data-type="post" data-id="1434">Ilse-Lotte und Olga Nussbaum</a></p>
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		<title>Pmogar, Isabella</title>
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		<pubDate>Thu, 29 May 2025 12:46:56 +0000</pubDate>
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<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="712" height="1024" src="https://weissekoffer.de/wp-content/uploads/2025/05/Pmogar_Isabella-StAM-Pol.Dir_15107-712x1024.jpg" alt="" class="wp-image-293" style="width:341px;height:auto" srcset="https://weissekoffer.de/wp-content/uploads/2025/05/Pmogar_Isabella-StAM-Pol.Dir_15107-712x1024.jpg 712w, https://weissekoffer.de/wp-content/uploads/2025/05/Pmogar_Isabella-StAM-Pol.Dir_15107-209x300.jpg 209w, https://weissekoffer.de/wp-content/uploads/2025/05/Pmogar_Isabella-StAM-Pol.Dir_15107-768x1105.jpg 768w, https://weissekoffer.de/wp-content/uploads/2025/05/Pmogar_Isabella-StAM-Pol.Dir_15107-1068x1536.jpg 1068w, https://weissekoffer.de/wp-content/uploads/2025/05/Pmogar_Isabella-StAM-Pol.Dir_15107-1424x2048.jpg 1424w, https://weissekoffer.de/wp-content/uploads/2025/05/Pmogar_Isabella-StAM-Pol.Dir_15107.jpg 1738w" sizes="auto, (max-width: 712px) 100vw, 712px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">Isabella Pmogar wurde am 4. Februar 1909 in München als Tochter des Kürschners Samuel Pmogar und seiner Frau Franziska, genannt „Fanny“, geboren. Sie wuchs mit ihren Geschwistern Ethel, Bernhard und Leonhard in München auf. Ihre Familie zog mehrfach innerhalb der Stadt um und wurde 1939 für kurze Zeit zwangsweise in die Herzogstraße 65 eingewiesen, das den jüdischen Besitzern geraubt und als sog. „Judenhaus“ genutzt wurde. Isabella lebte zuletzt in der Antonienstraße 7 in Schwabing. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach ihrer Ausbildung arbeitete Isabella als Säuglingsschwester im Antonienheim, einem jüdischen Kinderheim, wo sie sich bis zu ihrer Deportation um Neugeborene und Kleinkinder kümmerte. 1939 versuchte sie, der nationalsozialistischen Verfolgung zu entkommen und nach Chile zu emigrieren. Ihre Bemühungen blieben jedoch vergeblich. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 20. November 1941 wurde die 32-jährige Isabella gemeinsam mit ihren Eltern und ihrem Bruder Bernhard aus München nach Kaunas in Litauen deportiert. Nur fünf Tage nach ihrer Ankunft, am 25. November 1941, wurden alle vier Familienmitglieder dort von den Nationalsozialisten erschossen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Isabellas Bruder Leonhard, dem die Flucht nach China gelungen war, überlebte, ebenso ihre Schwester Ethel, die mit einem Nichtjuden verheiratet war und die Shoah in München überstand. </p>
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